Aufbau, Abbau und Transport
Die Anforderungen an mobile Riesenräder sind enorm. Im Gegensatz zu den fest aufgebauten Rädern wie dem „London Eye“, müssen hierbei nicht nur der zügige Auf- und Abbau, sondern auch der Transport berücksichtigt werden. Allein hierdurch ist ein erheblicher technischer und logistischer Aufwand notwendig.
Beim „Steiger Riesenrad“ hat man diese Problematik von vornherein in die Planungen mit einbezogen. 22 Containerrahmen bilden nicht nur das Fundament des Riesenrades, sondern sie werden beim Abbau direkt mit Einzelteilen des Rades beladen und zum Transport von speziellen Seitenladern auf Sattelschlepper (früher Eisenbahnwaggons) gehoben.
Zwei der vier Stützbeine des Bocks, auf dem die Radnarbe ruht, dienen zugleich als Kran zum Aufrichten der Stützkonstruktion. Nach dem Aufrichten des Bocks werden zunächst abwechselnd die Felgen- und Speichenelemente verbaut, dann folgt der Einbau der Galgen und Gondeln. Hierzu stehen (uns) neben der Hydraulik der Stützbeine, 2 Laufkatzen mit Hydraulikkränen und ein Autokran zur Verfügung. So entsteht das „Steiger Riesenrad“ praktisch aus sich selbst heraus. Zusätzliche Stellplätze werden nur für unmittelbare Versorgungsfahrzeuge wie Wohn- und Werkstattwagen benötigt. Gleichzeitig werden unnötige Leerfahrten reduziert.
Die normale Aufbauzeit liegt, je nach Situation vor Ort, bei 5 bis 6 Werktagen, der Abbau erfolgt in 2 bis 3 Werktagen. Der Transport erfolgt über die Straße auf 32 LKW. Zum Auf- und Abbau begleitet uns ein eigener Mobilkran.
Technische Daten:
Tatsächliche Höhe: 60 m
Anzahl der Gondeln: 42
Grundfläche:
Front: 25 m (nach 9 m Tiefe
beträgt das Frontmaß 30 m)
Tiefe: 27,5 m
Anschlußwert: 200 kW
davon Kraftstrom 120 kW
Licht: 80 kW
Anzahl der begleitenden Wagen: 5




